Realisiertes Projekt
Messeturm: siebzehn Meter Höhe, die mit Licht zu füllen sind
Der Turm von Helmut Jahn in Frankfurt — 257 Meter, 63 Geschosse, jahrelang der höchste der Europäischen Union. In seinem von Matteo Thun & Partners neu gestalteten Atrium wäre eine Katalogleuchte schlicht verschwunden.
Die Fakten, in vier Zeilen

In einem siebzehn Meter hohen Atrium sieht man eine normale Leuchte nicht
Unser Eingriff am Messeturm in Frankfurt — einem der ikonischsten Hochhäuser Europas — entstand aus einem Maßstabsproblem. In einem so mächtigen architektonischen Zusammenhang wäre eine Standardbeleuchtung verschwunden: auf siebzehn Metern aufgehängt wird eine Pendelleuchte üblicher Größe zu einem Punkt.
Man hat uns gebeten, Eingriffe zu schaffen, die echte Lichtskulpturen sind: Strukturen, die einen Raum mit sehr hohen Decken visuell beherrschen können, und hochwertige Oberflächen, die die Feinheit des Made in Italy auch im monumentalen Maßstab halten.
Wir haben nicht nur Licht geliefert: wir haben den Blickpunkt der inneren Architektur geschaffen.
Ein gestreckter Ring, weil das Atrium nicht rund ist
Die Form ist kein Geschmack: sie ist eine Folge. Das Atrium des Messeturms hat einen langen Grundriss mit gekrümmten Glasfronten; ein runder Leuchter hätte zwei Enden im Dunkeln gelassen und wäre von jedem Punkt aus klein gewirkt.
Der gestreckte Ring dagegen folgt dem Grundriss: von unten liest er sich als durchgehende Linie, von den Galerien als geschlossene Figur. Es ist derselbe Gegenstand, der sich ändert, je nachdem, wo man steht, und in einem siebzehn Meter hohen Raum ist genau das der Punkt.


Ein Oval dieser Größe kauft man nicht: man biegt es
Der Rahmen ist ein Messingprofil, so lang wie die ganze Leuchte, und die beiden Stirnseiten sind gekrümmt: ein Lagerteil mit diesem Radius gibt es nicht. Das Profil wird in der Werkstatt gebogen und nachgearbeitet, bis man die Fuge mit dem Finger nicht mehr spürt.
Dasselbe gilt für das geriffelte Glas: die Rillen müssen auch dort parallel bleiben, wo das Glas krümmt, sonst zeigt die Stirnseite einen Fächer statt einer Fläche. Und die Oberfläche des Messings wird an einem physischen Muster festgelegt, bevor die Produktion startet: zwei Chargen aus verschiedenen Bädern sieht man aus zehn Metern.
Wie man einen fünf Meter langen Ring macht
Vom gebogenen Profil bis zum Prüfstand: die Aufnahmen stammen aus unserer Werkstatt.

Die Biegung, die man nicht kaufen kann
Die beiden Stirnseiten sind gekrümmt, und das geriffelte Glas muss mit ihnen krümmen: die Rillen bleiben parallel, oder die Stirnseite wirkt wie ein Fächer.

Das Glas nach der Biegung
Das gebogene Paneel, gerade aus dem Ofen genommen, auf der Luftpolsterfolie: von hier aus sieht man, ob die Rillen gehalten haben.

Wo Messing und Glas sich berühren
Die Fuge zwischen Profil und Glas ist der Punkt, den man von unten zuerst anschaut: sie wird von Hand nachgearbeitet, bis man sie mit dem Finger nicht mehr spürt.

Der Rahmen vor den Gläsern
Der komplette Rahmen in der Werkstatt: an diesem Punkt ist er noch eine Struktur, und man prüft, ob er eben ist, bevor ein einziges Paneel eingesetzt wird.

Die Oberfläche wird an einem Muster entschieden
Zwei Chargen aus zwei verschiedenen Bädern sieht man aus zehn Metern: der Messington wird an einem physischen Muster festgelegt, bevor die Produktion startet.

Eingeschaltet in der Werkstatt, nicht auf der Baustelle
Die Leuchte wird montiert, verkabelt und am Prüfstand geprüft: eine Leuchte dieser Länge richtet man nicht in siebzehn Metern Höhe hängend.

Eine Raumvisualisierung
⚠️ Dies ist keine Fotografie: es ist eine Raumvisualisierung der Leuchte, auf fotografische Wirkung gebracht, die ihre Proportion in einem doppelgeschossigen Raum lesbar macht.
Wenn der Raum aus dem Maßstab fällt, muss die Leuchte gezeichnet werden
Atrien, Treppenhäuser, Repräsentationsräume: schicken Sie uns die Schnitte und die Höhen, und zurück kommt die Lichtplanung.
Das Know-how hinter diesem Projekt
Dasselbe setzen wir für Ihr Hotel, Ihr Restaurant oder Ihre Residenz ein.